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„Klimaschutz kommunizieren – Ökofairer Einkauf mit dem Klimasparbuch“

Im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich begleiteten und finanziell geförderten Vorhabens „Klimaschutz kommunizieren – Ökofairer Einkauf mit dem Klimasparbuch“ (AZ 28643) hat der oekom verlag Werkzeuge entwickelt, mit denen Kommunen und Regionen ihre Bürgerinnen und Bürger für die Themen Klimaschutz und nachhaltiger Konsum sensibilisieren und zu mehr Engagement bewegen können. Zentraler Bestandteil des Projekts war das Klimasparbuch als Kommunikationsmedium: „Jeder Einzelne in seinem Umfeld, aber auch die regionale Wirtschaft erkennt, wie man klimafreundlich konsumieren und handeln kann“, betonte bei der Projektabschlusstagung in Osnabrück auch Verena Exner, Referatsleiterin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Mit knapp 180.000 Euro und ihrem Expertenwissen förderte und begleitete die DBU das Projekt zum ökofairen Einkauf, das nun auch in ländlichen Regionen seinen Erfolgsweg fortsetzen kann.

Hier gelangen Sie zur Projektinfo der DBU.

Die Projektpartner

Im Laufe des auf 30 Monate angelegten Projekts (Juni 2012 – Dezember 2014) hat der oekom verlag gemeinsam mit sechs Partnern das ursprünglich für Großstädte entwickelte Klimasparbuch-Konzept in kleineren Kommunen, Landkreisen und Regionen realisiert und weiterentwickelt: Gemeinsam mit den Modellregionen und -kommunen Emsland, Landkreis Osnabrück, Rostock, Schwäbisch Hall, Rems-Murr-Kreis und Dortmund wurden eigene regional angepasste Klimasparbücher umgesetzt und deren Verbreitung begleitet. Darüber hinaus haben die Projektpartner Strategien entwickelt und Materialien erarbeitet, die es zukünftig neben größeren Städten auch Kommunen und Regionen im ländlich geprägten Raum ermöglichen, ein eigenes Klimasparbuch vor Ort umzusetzen.

Die Landkreise Emsland und Osnabrück waren aufgrund ihrer großen Fläche und ländlichen Struktur ideale Modellregionen, um das vorliegende Projekt zu testen und um auf andere Landkreise oder Regionen übertragbare Ergebnisse zu erhalten. Einen innovativen Sprung des Konzepts „Klimasparbuch“ gab es auch bei den Modellkommunen mit städtischen Strukturen, die bei der Umsetzung des Projekts auch das Umland einbezogen haben. Eine weitere Innovation wurde in Dortmund erprobt – nach einer konzeptionellen Anpassung ist das Klimasparbuch hier als Online-Version erschienen.

Die Projektverantwortlichen in den Modellkommunen waren organisatorisch unterschiedlich eingebunden: In Schwäbisch Hall, im Landkreis Osnabrück, in Rostock und Dortmund sowie im Landkreis Emsland fungieren die Kommunen bzw. Landkreise selbst als Herausgeber. Die Projektverantwortlichen waren teilweise in den Umweltämtern (Schwäbisch Hall, Landkreis Osnabrück, Rostock, Dortmund) und teilweise in einer direkten Stabstelle des Landrats (Emsland) angesiedelt. Die Stadt Rostock arbeitete darüber hinaus bei der Umsetzung des Klimasparbuchs und insbesondere bei der Recherche ökofairer Angebote eng mit den Verantwortlichen der Fairtrade-Stadt Rostock zusammen. Für den Rems-Murr-Kreis setzte die beim Landkreis angesiedelte Energieagentur das Klimasparbuch um. Die Energieagentur hatte bereits erfolgreich das Projekt „KLiK – Klimafreundlich-Konkret im Alltag CO2 einsparen“ angestoßen und griff dieses Projekt im Klimasparbuch als direktem Folgeprojekt auf.

 

Ergebnisse

Im Laufe des Projekts entstanden neben den sechs regionalspezifischen Klimasparbüchern wie geplant eine Vielzahl von Leitfäden, Hilfsmitteln und inhaltlichen Ideen für Klimasparbücher in kleineren Kommunen und Landkreisen. Vorteilhaft war insbesondere, dass die Werkzeuge innerhalb der Projektlaufzeit von 30 Monaten von den sechs teilnehmenden Partnern getestet und so laufend optimiert werden konnten. Auch die Erfahrungen zukünftiger Kooperationspartner werden in die Weiterentwicklung des Klimasparbuchs fortlaufend einfließen.

Für jeden Schritt, der für die Umsetzung eines individuellen Klimasparbuchs nötig ist, wurden Leitfäden erstellt. Die Projektpartner bzw. Herausgeber erhalten ein individuelles Paket an „Werkzeugen“ – abgestimmt auf die Aufgabenverteilung zwischen Kommune/Landkreis/Region etc. und Verlag.

Mit diesen Werkzeugen kann zum einen der oekom verlag künftig flexibler und schneller auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Klimasparbuch-Herausgeber reagieren und somit den Koordinations- und Abstimmungsaufwand verringern. Zum anderen erlauben sie es den örtlichen Herausgebern schneller in das Projekt einzusteigen und die einzelnen Umsetzungsschritte individuell zu unterstützen oder gar eigenständig auszuführen. Die zahlreichen unter unterschiedlichen Bedingungen umgesetzten Beispiele und die Ideen „erfahrener“ Klimasparbuch-Herausgeber inspirieren Interessenten, das Klimasparbuch selbst auszuprobieren und weiterzuentwickeln.

 

Ausblick

Das DBU-Projekt hat gezeigt, dass Netzwerktreffen sehr produktiv und hilfreich sind – um Herausgebern von Klimasparbücher den Austausch untereinander zu ermöglichen und auch neuen Input für die Weiterentwicklung des Projekts zu liefern. Daher soll es auch über das Projekt hinaus weiterhin regelmäßige Netzwerktreffen geben. Im Austausch mit den Projektpartnern und Interessierten konnten im Rahmen des Projekts auch weiterführende Projektideen entwickelt werden, die insbesondere eine Ausweitung der Zielgruppe des Klimasparbuchs verfolgen. Beispielsweise wurde die Idee, das Klimasparbuch als Instrument der Umweltbildung weiterzuentwickeln, aufgegriffen. In diesem Rahmen erscheint im Herbst 2015 ein gemeinsames Klimasparbuch-Projekt mit dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR e.V..

Um das Klimasparbuch in der Bildungsarbeit einsetzen zu können, ist eine projektbezogene Unterrichtseinheit auf Basis des Klimasparbuchs geplant. Dazu finden Gespräche mit Volkshochschulen und Universitäten statt.

Potenzial bietet auch die Ausrichtung des Klimasparbuchs auf Tourismusaspekte – insbesondere in vom Tourismus geprägten Regionen. Eine inhaltliche Schwerpunktsetzung oder „Zuspitzung“, beispielsweise auf das Thema Mobilität oder auch auf die Zielgruppe der Studierenden, ist je nach Verwendungszweck möglich und sinnvoll. Um die vielen Angebote des Klimasparbuchs für weitere Zielgruppen zugänglich zu machen, ist die Entwicklung eines Onlinemediums zum Beispiel in Form einer Klimasparbuch-App ein nächster Schritt.



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